Die Assistenz - wie funktioniert das?

Wir schlagen Ihnen AssistentInnen vor, von denen wir meinen, dass sie Ihren Ansprüchen gerecht werden können. Ihnen wird kein/e AssistentIn aufgezwungen – Sie entscheiden, wer bei Ihnen arbeitet! Unsere AssistentInnen sind keine Pflegefachkräfte, sie werden von Ihnen selbst angeleitet und eingearbeitet, Sie selbst bestimmen den Tagesablauf und die Arbeitsinhalte.

Bei Bedarf unterstützen Sie unsere Pflegefachkräfte gern, wenn es pflegerische Fragen oder sonstige Probleme gibt. Mit dem Ende der Wehrpflicht gibt es auch den „Zivi“ nicht mehr. So sind heute im Verein rund 30 hauptamtlich Angestellte, etwa 50 Aushilfen in Voll- oder Teilzeit, ca. 10 geringfügig Beschäftigte, sowie ungefähr 5 – 10 TeilnehmerInnen des Freiwilligen sozialen Jahres in der Assistenz tätig. Hier ist auch das Tätigkeitsfeld für TeilnehmerInnen des Bundesfreiwilligendienstes.

Das Besondere der persönlichenAssistenz

Die persönliche Assistenz stellt eine besondere Beziehung zwischen zwei Menschen dar, in der der/die AssistentIn eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein soll. Eine solche individuelle und intensive Hilfeleistung, die oftmals ein enges Zusammenleben der Betroffenen mit sich bringt, erfordert auf beiden Seiten ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, Offenheit und Vertrauen. Zu diesem Thema können Sie auf dieser Seite einen kleinen Film mit dem Titel "Jede/r kann helfen" ansehen:

Kontakt und Erstgespräch: Telefonisch, per Mail oder schriftlich wendet sich ein/e Interessent/ in an unseren Verein. Hier wird der Termin für ein persönliches Gespräch zwischen ihm/ihr und einer/m unserer EinsatzleiterInnen sowie – bei Bedarf – der Pflegedienstleitung vereinbart. Außerdem wird es später einen Hausbesuch geben, um die konkreten Gegebenheiten vor Ort kennen zu lernen. Im Verlauf dieses Gespräches wird geklärt, welche Vorstellungen der/die InteressentIn von der zu leistenden Assistenz und welche Bedürfnisse er/sie hinsichtlich der Ausführungen hat. Gleichzeitig werden hier auch die Grenzen eines solchen Arbeitsverhältnisses verdeutlicht.

Wie werden umfangreiche Hilfen finanziert?

Die Assistenzstunden werden bei Vorliegen einer Pflegestufe zunächst durch die Pflegeversicherung finanziert. In anderen Fällen – z.B. bei Berufsunfällen – ist dann die Berufsgenossenschaft zuständig; bei privat Versicherten tritt die Beihilfe in Kraft. Bei einer Assistenz am Arbeitsplatz kann der Arbeitgeber beim Integrationsamt in Hildesheim einen Antrag stellen und bei einer nachgewiesenen Bedürftigkeit ist der örtliche Sozialhilfeträger zuständig. Eventuell muss jedoch auch eine Eigenbeteiligung geleistet werden.

Die jeweils gültigen Entgeltsätze vereinbart unser Verein mit dem für uns zuständigen Sozialhilfeträger, der Stadt Göttingen. Beim Erstgespräch beraten wir ausführlich zu Fragen der Finanzierung der Hilfeleistungen.